Zeitgeschichte-Tage

Vorschau: Braune Esoterik und „Hitlers Exekutive“

Warum ziehen Verschwörungsmythen Menschen in ihren Bann? Wie nutzen digitale Gurus soziale Medien zur Manipulation? Und was hat das mit völkischem Denken zu tun? Diesen Fragen widmen sich die Zeitgeschichte-Tage Braunau. Hinweis: KI-generiertes Bild.
Warum ziehen Verschwörungsmythen Menschen in ihren Bann? Wie nutzen digitale Gurus soziale Medien zur Manipulation? Und was hat das mit völkischem Denken zu tun? Diesen Fragen widmen sich die Zeitgeschichte-Tage Braunau. Hinweis: KI-generiertes Bild.

"Verführt und verblendet. Braune Esoterik, neue Rechte und digitale Weltverschwörung": So lautet das Thema der 33. Zeitgeschichte-Tage Braunau 2026. Zugleich zeigt eine Ausstellung die Rolle von Polizei und Gendarmerie in der Zeit des Nationalsozialismus.

2026 ist für Braunau ein besonderes Jahr: Mit der Eröffnung der neuen Polizeidienststelle im Geburtshaus Adolf Hitlers wird erneut sichtbar, wie eng Zeitgeschichte und aktuelle gesellschaftliche Debatten miteinander verbunden sind. Die Eröffnung markiert keinen Schlussstrich, sondern bietet den Anlass, sich weiterhin mit Geschichte, Erinnerungskultur und Gegenwart auseinanderzusetzen.

Der Verein für Zeitgeschichte Braunau erweitert deshalb das Programm der Zeitgeschichte-Tage 2026 um einen Rahmen für Diskussion und Austausch zu schaffen.

Ausstellung „Hitlers Exekutive“ in Braunau


Zusätzlich zur diesjährigen Tagung kommt mit der Wanderausstellung „Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“ eines der wichtigsten österreichischen Ausstellungsprojekte zur NS-Geschichte nach Braunau. Bislang wurde die Ausstellung, die vom Bundesministerium für Inneres imitiert wurde auf einem Forschungsprojekt der Universität Graz und des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung basiert, von mehr als 60.000 Menschen besucht.

„Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“
18. September bis Ende Oktober 2026, Bezirksmuseum Herzogsburg Braunau

Eröffnung, Freitag, 18. September 2026
17:00 Uhr – Auftakt und Diskussion mit Historiker:innen sowie Vertreter:innen des Bundesministeriums für Inneres, Raiffeisendienstleitungszentrum Braunau
19:00 Uhr – Ausstellungseröffnung, Bezirksmuseum Herzogsburg

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Verführt und verblendet: Zeitgeschichte-Tage im Zeichen von „brauner Esoterik“


Wenn Sinnsuche in Extremismus mündet: Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Krisen suchen viele Menschen nach Halt und Orientierung und finden sie in esoterischen und spirituellen Praktiken.

Unter dem Titel „Verführt und verblendet. Braune Esoterik, neue Rechte und digitale Weltverschwörung“ diskutieren Expert:innen aus Zeitgeschichte, Religionswissenschaft und Psychologie über Gefahren, historische Wurzeln und aktuelle Dynamiken, von Naturmystik, Selbstoptimierung und Gegenkulturen bis zu sozialen Medien als Plattformen politischer Verführung.

Im Mittelpunkt stehen historische Phänomene wie der Einfluss des Okkultismus auf den Nationalsozialismus, aber auch aktuelle Entwicklungen wie die „braunen Ökos“ – die Instrumentalisierung von Natur- und Umweltschutz durch die Neue Rechte.

33. Zeitgeschichte-Tage Braunau

Verführt und verblendet
Braune Esoterik, Neue Rechte und die digitale Weltverschwörung
Veranstaltungszentrum Braunau

Eröffnung: Freitag, 25. September 2026, 19:30 Uhr

Wissenschaftliche Tagung: Samstag, 26. September 2026, 10:30 bis 17:00 Uhr
Vorträge, Panelgespräche und Diskussionen mit Expert:innen aus Psychologie, Zeitgeschichte und Religionswissenschaft

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Workshops zur Zeitgeschichte für Schüler:innen ausgeweitet


Auch die Workshops für Schulklassen werden 2026 erweitert. Gemeinsam mit Vermittlerinnen des Hauses der Geschichte Österreich (HdGÖ) setzen sich Jugendliche aus Braunau und der Region mit Themen wie Nationalsozialismus, Holocaust, Antisemitismus und Demokratiebildung auseinander.

Die Workshops knüpfen inhaltlich an die Ausstellung „Hitlers Exekutive“ an und verbinden historische Fragen mit regionaler Zeitgeschichte und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Nach der großen Nachfrage im vergangenen Jahr wird das Angebot erstmals für Schulen aus der gesamten Region geöffnet.

Insgesamt neun Schulklassen können an den Workshops teilnehmen. Erstmals präsentieren die Schüler:innen ihre Ergebnisse auch öffentlich im Rahmen der Zeitgeschichte-Tage.

Workshops für Schüler:innen
21. bis 23. September 2026
Bezirksmuseum Herzogsburg Braunau sowie weitere Orte in der Region

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Weitere Informationen und Details zu den einzelnen Programmpunkten folgen in Kürze. Die Teilnahme an den Workshops sowie der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Zeitgeschichte-Tage samt der Ausstellung sind kostenlos. (02.06.2026)


Kontakt


Workshops für Schüler:innen
Mag. Antonia Plessing, MA | +43 650 7246477 | antonia_plessing@hotmail.com

Leitung Zeitgeschichte-Tage
Mag. Stefan Schlögl | +43 699 15003871 | office@stefanschloegl.com

Vereinsvorsitzender
Mag. Florian Kotanko |+43 664 582 70 10 | braunau-history@aon.at


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